Allgemeines zur Kapitalanlage Windenergie
Windenergiefonds sind die am meisten verbreiteten geschlossenen Fonds im Bereich der Erneuerbaren Energien. Im Jahr 2002 investierten private Investoren rund 432 Millionen Euro in diese Kapitalanlageform. Obwohl es sich um eine unternehmerische Beteiligung handelt, konnten in den vergangen Jahren wesentliche Risiken für die Investoren durch die Implementierung von Sicherungsinstrumenten reduziert werden. Dazu zählen unter anderem langfristige Vollwartungsverträge mit den Herstellern sowie Ertragsgarantien von Initiatoren und Generalunternehmern.Die wichtigsten Chancen
- jährliche Ausschüttungen zwischen 11-13 %
- Betrieb der Anlagen über den Prognosezeitraum von 20 oder 21 Jahren heraus
- Repowering: Langfristige weitere Nutzung der Standorte durch Einsatz moderner Anlagen einer späteren Generation
- Ertragssteigerung durch technische Optimierung
Die wichtigsten Risiken
- Totalverlust trotz aller Sorgfalt und Risikominimierung ist möglich
- das Windangebot am Standort kann von den prospektierten Erwartungen abweichen.
- Stillstandszeiten aufgrund technischer Probleme oder mangelhafte Leistungsfähigkeit der Anlagen können zu geringeren Erträgen führen.
- die Steuergesetzgebung, deren Auslegung sowie die diesbezügliche Verwaltungspraxis unterliegen laufenden Änderungen, die sich auf den Erfolg der Beteiligung auswirken können.
- das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt die Vergütung des eingespeisten Stroms für das Inbetriebnahmejahr und weitere 20 Jahre. Ein nachträgliches Absenken der im EEG festgelegten Vergütungen für den Windpark ist wenig wahrscheinlich, würde aber den wirtschaftlichen Erfolg nachhaltig in Frage stellen.
- mangels eines institutionalisierten Marktes für den Handel von Kommanditanteilen kann die Veräußerbarkeit der Anteile nicht gewährleistet werden.
- Risikoreduzierung durch:
- Ertragsprognosen auf der Basis von mehreren Windgutachten einschließlich der Verwendung von Referenzanlagen
- Überprüfung durch Auswertung realer Betriebsdaten
- Vollwartungsverträge
- hohe Instandhaltungsrücklagen
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